Von den Bienchen und den Blümchen

Die Geschichte von den Bienchen und den Blümchen ist alt – und jeder kennt sie. Schliesslich geht es um die Entstehung von Leben. Dennoch wissen nur die wenigsten über den beträchtlichen Einfluss des kleinen Insekts auf das Leben des Menschen.

 „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“ (Zitat Albert Einstein, 1949).

Dank einer grosszügigen Spende konnte der Tierschutzverein Rheintal zwei grosse Insektenhotels in Balgach und Montlingen aufstellen.

Bau eines Bienenhotels:

Ein Wildbienenhotel, welches sich vor allem bei Mauerbienen grosser Beliebtheit erfreut, lässt sich mit ein wenig handwerklichem Geschick selber bauen. Diese kleineren Optionen unten sind auch sehr schöne Geschenke und Mitbringsel. 

Für den Bau eines Bienenhotels werden benötigt:

  • Für den Rahmen: zum Beispiel eine Büchse oder eine einfache Holzkiste, oder ähnliches.
  • Für die Füllung: Hohle Bambusröhrchen mit unterschiedlichem Durchmesser, oder Hartholz in dem Löcher vom Durchmesser 3-8 mm gebohrt werden.
  • Dekomaterial nach Belieben – Beispiel Biene: Farbe, 4 Pfeifenputzer oder Schnur für die Beine, 4 Knöpfe für die Füsse, Petflasche für die Flügel

So geht’s:

  • Bambusrohr auf die richtige Länge (mindestens acht Zentimeter) sägen.
  • Rohr aushöhlen (nur von einer Seite) 
  • Schnittflächen abschmirgeln, damit sich das Insekt nicht verletzt und freien Zugang zum Loch hat.
  • Nun werden die Bambusröhrchen hochkant dicht an dicht eingefüllt.
  • Zur Fixierung der Röhrchen in der Holzkiste eignen sich Strohhalme. Mit diesen lassen sich die Hohlräume ausfüllen. Wir empfehlen grundsätzlich keinerlei Kleber zu verwenden.

Tipps zum Aufstellen von Bienenhotels

  • Nisthilfen sollten an einem sonnigen, trockenen, wind- und regengeschützten Platz aufgestellt werden. Ein geeigneter Ort ist z.B. ein Dachüberstand an Hauswänden.
  • Die Eingänge des Bienenhotels sollten stets frei sein.
  • Nisthilfen werden generell nur bezogen, wenn sich im Umkreis von 200 bis 300 Metern auch geeignete Futterpflanzen befinden.
  • Nisthilfen bedürfen keiner Reinigung. Ein Insektenhotel sollte so naturbelassen wie möglich sein.
  • Greife so wenig wie möglich in das Geschehen ein.

Verschlossene Löcher im Insektenhotel

Plötzlich sind die Bambusröhren mit einer Lehmschicht versiegelt? Das ist ein Zeichen dafür, dass Bienen dein Insektenhotel bezogen haben. Die Abdichtung dient dem Schutz der Brut. Beschränke dich auf deine Beobachtungen und öffne die Nestverschlüsse auch dann nicht, wenn sie über Monate bestehen bleiben. Die Larven dahinter sind noch immer lebendig.

Ein Insektenhotel dient den Insekten in zweierlei Hinsicht, zum einen als Nisthilfe und Brutpflege: Die Weibchen legen ihre Eier in die Löcher bzw. Röhren des Insektenhotels und hinterlassen darin ausserdem Nahrung für die später schlüpfenden Larven. Oftmals baut ein Weibchen in einer Röhre mehrere Zellen hintereinander und mauert das Loch schliesslich von aussen zu.

Je nach Jahreszeit und Art können die Larven bereits nach ein paar Tagen bzw. Wochen schlüpfen – und fressen dann das für sie hinterlassene Futter. In einem zweiten Schritt entwickeln sie sich während eines Ruhestadiums zur Imago, also dem erwachsenen Insekt.

Die Tiere können in den Röhrchen zum anderen auch überwintern, und zwar – je nach Art – in unterschiedlichen Stadien: also als Ei, Larve, Puppe oder Imago im Ruhestadium. Im Frühjahr verlassen sie dann als erwachsenes Insekt ihre Winterungsbehausung.

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